Tigerin „Mery“ unvorhergesehen eingeschläfert

Die Sibirische Tigerin „Mery“ stammte ursprünglich aus dem Zoo Ekaterinenburg (Russland), wo sie am 18. Juli 1996 geboren wurde. Seit 1997 lebte sie im Kölner Zoo. Dieser hatte sie auf Drängen des EEP-Koordinators aus Russland eingeführt, da sie genetisch sehr wichtig war. Leider kam es nie zu einer Nachzucht.

Im Bauchbereich der Tigerin fiel eine blutige Veränderung auf, die aufgrund der Felldichte nicht näher zu beurteilen war. Zur genauen Diagnose wurde das Tier narkotisiert. Dabei stellte der Tierarzt des Kölner Zoos, Herr Dr. O. Behlert, fest, dass die Tigerin an beiden Milchleisten starke Tumore aufwies. Diese waren inoperabel. Daraufhin wurde die tiermedizinische Indikation getroffen, das Tier einzuschläfern, um Leiden zu vermeiden. „Mery“ wurde heute in ein Veterinäruntersuchungsamt überführt, wo weitere Untersuchungen vorgenommen werden.

Zoodirektor Theo Pagel ist betrübt über den Tod von „Mery“, denn er hatte sie als Kurator importiert und war jahrelang auch als Kurator für die Raubtiere zuständig. Im Zoo sind sich alle einig, dass dies für das Tier aber die allein richtige Entscheidung war.

Für den noch im Zoo lebenden Tigerkater muss nun über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm eine neue Partnerin gesucht werden.