Erstmalig Mittlere Ameisenbären im Tierpark Berlin zu sehen

Mit seiner röhrenförmigen Schnauze, der 40 cm langen Zunge und dem nur spärlich behaarten Greifschwanz zählt der Tamandua oder Mittlere Ameisenbär wohl zu den außergewöhnlichsten Säugetieren der Welt. Nach über 50 Jahren sind nun endlich wieder zwei Exemplare dieser Art in Berlin zu sehen. Bereits im November vergangenen Jahres kam das junge Pärchen aus Guyana in den Tierpark Berlin. Dort verbrachte es die ersten drei Monate hinter den Kulissen, wo die beiden Tamanduas an das Berliner Futter gewöhnt und erstmalig einander vorgestellt wurden. Obwohl das Weibchen „Anna“ zunächst etwas ablehnend auf den stürmischen Mann „Anton“ reagierte, harmonieren sie inzwischen prächtig und teilen sich – dicht nebeneinander liegend – die gleiche Baumhöhle.
Im Gegensatz zu dem bodenbewohnenden Großen Ameisenbär, ist der Mittlere Ameisenbär überwiegend auf Bäumen zu finden, denn dank seines Greifschwanzes kann er ausgezeichnet klettern. Hoch in den Bäumen findet der Tamandua auch seine Nahrung: baumlebende Ameisen und Termiten, die er mit seiner ca. 40 cm langen, klebrigen Zunge aufnimmt.
Die beiden im Tierpark Berlin zu sehenden Tamanduas gehören der Unterart nigra an. Anders als der Name vermuten lässt, ist das Fell der Berliner Ameisenbären jedoch nicht schwarz sondern hell gefärbt. Während das Männchen ein einheitlich blondes Fell trägt, ist das des Weibchens graublond gefärbt. Im natürlichen Lebensraum bewohnt diese Unterart die Trocken- und Regenwälder im nördlichen Südamerika. Ab sofort können die Berlinerinnen und Berliner dieses außergewöhnliche Säugetier im Dickhäuterhaus des Tierparks Berlin beobachten.

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